Aktuelle Blogbeiträge

Die Kriminalstatistik: Drei gute Gründe, warum ihre Aussagekraft begrenzt ist

Die Kriminalstatistik: Drei gute Gründe, warum ihre Aussagekraft begrenzt ist

Jedes Jahr im Frühjahr ist es soweit: Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) wird veröffentlicht. Medienberichte folgen prompt und präsentieren die Zahlen in teils völlig gegensätzlichen Interpretationen. Während manche Schlagzeilen Erfolgsmeldungen zur Kriminalitätsbekämpfung verkünden, warnen andere vor einem dramatischen Anstieg bestimmter Straftaten. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich hinter diesen Zahlen? Wir zeigen Ihnen drei wesentliche Faktoren, die die Aussagekraft der Kriminalstatistik erheblich einschränken.

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Exhibitionismus als Straftat: Ist § 183 StGB noch zeitgemäß?

Exhibitionismus als Straftat: Ist § 183 StGB noch zeitgemäß?

Der § 183 StGB – Exhibitionistische Handlungen – ist eine Besonderheit im deutschen Strafrecht. Denn er kann ausschließlich von Männern verwirklicht werden. Diese Einschränkung wirft grundlegende Fragen auf: Warum wurde diese Regelung so festgelegt? Ist sie mit dem Gleichheitsgrundsatz aus Artikel 3 Grundgesetz (GG) vereinbar? Und wie wird der Begriff „Mann“ im Sinne der Norm ausgelegt?

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Betrunken eine Straftat begangen: Muss ich jetzt in die Psychiatrie?

Betrunken eine Straftat begangen: Muss ich jetzt in die Psychiatrie?

Die Zeiten wandeln sich: Früher war eine Unterbringung in der Psychiatrie für verurteilte Straftäter in vielen Fällen erstrebenswerter als das Gefängnis. Das ist heute nicht mehr so. Denn einmal untergebracht, ist es nicht mehr leicht, den Fängen der Psychiatrie zu entkommen. Ein zunehmend privatisierter Maßregelvollzug lässt seine Kundschaft ungern gehen. Selbst für kleinere Delikte kann man auf diese Weise „lebenslänglich“ bekommen.

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Catcalling unter Strafe stellen? Drei Gründe, die dagegensprechen!

Catcalling unter Strafe stellen? Drei Gründe, die dagegensprechen!

Catcalling meint das sexuell anzügliche Hinterherrufen oder Nachpfeifen durch Männer gegenüber Frauen, also eine verbale Form der sexuellen Belästigung. Immer wieder wird die Forderung nach der Erschaffung eines Straftatbestands laut, um dieses nervige Verhalten einzudämmen. Aus rechtsstaatlicher Sicht wäre die Neuschaffung eines entsprechenden Straftatbestands aber verheerend.

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Kinderpornografie: Gesetzesreform Mindest- und Höchststrafen

Kinderpornografie: Gesetzesreform Mindest- und Höchststrafen

Die Verbreitung und der Besitz kinderpornografischer Inhalte stellen schwere Straftaten dar und können mit einer Freiheitsstrafe von bis zu 5 bzw. beim Verbreiten bis 10 Jahren geahndet werden. Erst im Jahre 2021 wurde der Straftatbestand für Kinderpornographie zu einem Verbrechen, also einem Tatbestand mit einer Mindestfreiheitsstrafe von einem Jahr, hochgestuft. Die Verschärfung sollte dazu dienen Kinder besser vor Missbrauch zu schützen. Nun erfolgte eine erneute Reform, die den Tatbestand entschärfte.

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Deutschland im Superwahljahr 2024: Brauchen wir neue Gesetze, um Politiker vor Angriffen zu schützen?

Deutschland im Superwahljahr 2024: Brauchen wir neue Gesetze, um Politiker vor Angriffen zu schützen?

In den letzten Wochen sorgten mehrere Angriffe auf Politiker* für Aufsehen. Insbesondere der Überfall auf den Europaabgeordneten Matthias Ecke (SPD), der beim Aufhängen von Wahlplakaten von mehreren Personen zusammengeschlagen wurde, hat die Debatte um einen besseren Schutz von Politikern aufflammen lassen. Daneben liegt ein aktueller Reformvorschlag aus Sachsen vor, der künftig „Politisches Stalking“ unter Strafe stellen will.

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Am Beispiel der „nicht geringen Menge“: Wie sich die Justiz gegen das neue Cannabisgesetz auflehnt.

Am Beispiel der „nicht geringen Menge“: Wie sich die Justiz gegen das neue Cannabisgesetz auflehnt.

Die Rechtsprechung setzt sich in offene Opposition mit der gesetzgeberischen Intention, wonach an der bisherigen Definition der „nicht geringen Menge“ nicht mehr festgehalten werden könne und der Grenzwert daher deutlich höher liegen müsse als in der Vergangenheit. Drei Gründe, weshalb die vom Bundesgerichtshof propagierte Definition der „nicht geringen Menge“ verfassungswidrig ist.

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