Aktuelle Blogbeiträge
Wenn Jugendliche zu Tätern werden – Sexualstrafrecht im Jugendstrafverfahren
Knapp 40% der Tatverdächtigen einer Straftat gegen die sexuelle Selbstbestimmung waren im Jahr 2024 unter 21 Jahre alt. Etwa die Hälfte von ihnen war im Alter zwischen 14 und 18 Jahren.
Sexuelle Handlung: Zwischen Grenzfall und Gesetzesverstoß
Strafbar ist eine sexuelle Handlung, wenn sie von ‚erheblicher Bedeutung‘ ist. Was verbirgt sich hinter diesem juristischen Begriff? Und warum ist die Abgrenzung in der Praxis so wichtig?
Sexting, Deepfakes & virale Challenges – wenn Likes zur Straftat führen
In der digitalen Welt können die Grenzen zwischen Spaß, Selbstdarstellung und strafbarem Verhalten schnell verschwimmen. Was für Jugendliche auf TikTok, Instagram oder Snapchat „nur ein Trend“ ist, kann strafrechtlich erhebliche Konsequenzen haben.
Sexualstrafrecht in der medizinischen Praxis: wenn Gynäkolog:innen oder Therapeut:innen beschuldigt werden
Wenn ärztliche Nähe zum Vorwurf wird: Was passiert, wenn Mediziner:innen z.B. im Bereich Gynäkologie oder Physiotherapie plötzlich unter dem Verdacht eines Sexualdelikts stehen?
Selbstbestimmungsgesetz & Sexualstrafrecht: Neue Herausforderungen im Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt
Das Selbstbestimmungsgesetz ersetzt das bisherige Transsexuellengesetz (TSG). Es ermöglicht Erwachsenen und Personen ab 14 Jahren mit Zustimmung des gesetzlichen Vertreters oder des Familiengerichts, den eigenen Geschlechtseintrag durch einfache Erklärung beim Standesamt zu ändern – unabhängig von medizinischen Gutachten.
Hausdurchsuchung wegen Kinderpornografie – was jetzt wichtig ist!
Überraschung! Es klingelt morgens an Ihrer Tür, zwei oder mehr Beamte halten Ihnen einen Durchsuchungsbeschluss (besser bekannt als „Durchsuchungsbefehl“) vor die Nase, werfen Ihnen Besitz von Kinder- oder Jugendpornographie vor und verlangen Ihre Datenträger sowie Passwörter. Wir helfen Ihnen mit unserem praktischen Leitfaden zur Verteidigung in § 184b/c StGB-Fällen mit Blick auf IT-forensische Fallbearbeitung.
Falsche Verdächtigung im Sexualstrafrecht – Wie schützt sich der Beschuldigte?
Ein Vorwurf im Sexualstrafrecht trifft Beschuldigte meist völlig unerwartet – mit gravierenden Folgen für Privatleben, Beruf, Psyche und Reputation. Besonders dramatisch ist es, wenn sich im Laufe des Verfahrens herausstellt, dass die erhobene Anschuldigung unwahr oder sogar vorsätzlich falsch vorgetragen wurde. Der Straftatbestand der falschen Verdächtigung (§ 164 StGB) spielt in solchen Konstellationen eine zentrale Rolle – und bietet zugleich wichtige Ansatzpunkte für die Strafverteidigung.
Aussage-gegen-Aussage im Sexualstrafrecht – Verteidigung zwischen Zweifel und Beweis
In vielen Verfahren im Sexualstrafrecht steht am Anfang nur eine einzige belastende Aussage – ohne objektive Beweise. Viele glauben in einer solchen Situation könne nur eingestellt oder freigesprochen werden. Andere denken, es würde per se der belastenden Aussage gefolgt werden. Beides ist falsch. Es kommt auf den Inhalt und Glaubhaftigkeit der belastenden Aussage an. Gerade in solchen Konstellationen ist eine erfahrene Verteidigung besonders wirksam.
Wie man emotional mit einem Strafverfahren umgeht – Tipps und Unterstützung in belastenden Zeiten
Ein Strafverfahren stellt für viele Menschen eine absolute Ausnahmesituation dar – psychisch, emotional und sozial. Die Konfrontation mit dem Vorwurf einer Straftat löst oft eine Welle von Gefühlen aus: Angst, Scham, Hilflosigkeit und Unsicherheit. Gerade Menschen, die zuvor nie mit der Justiz in Berührung gekommen sind, erleben diese Zeit als besonders belastend. In diesem Beitrag zeigen wir, wie Betroffene emotional mit einem Strafverfahren umgehen können.
Tatverdacht Kinderpornografie durch Krypto-Transaktionen? Was jetzt zu tun ist!
Aktuell kommt es wiederholt zu Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit dem Handel und Transaktionen mit Kryptowährungen. Banken und Handelsplattformen wie zum Beispiel coinbase.com, traderepublic.com, bitpanda.com und etoro.com sind seit 2022 verpflichtet auffällige Transaktionen zu melden.
Wann beginnt das menschliche Leben? – Die strafrechtliche Grauzone zwischen Schwangerschaftsabbruch und Totschlag
„Wer einen Menschen tötet, wird bestraft.“ So eindeutig dieser Grundsatz des Strafgesetzbuches scheint, so unklar ist die Antwort auf die Frage, wann ein Mensch im strafrechtlichen Sinne entsteht. Während das Zivilrecht klare Kriterien vorgibt, fehlt bis heute eine gesetzgeberische Definition im Strafrecht. Stattdessen hat der Bundesgerichtshof (BGH) durch seine Rechtsprechung festgelegt, wann das Leben beginnt – eine umstrittene Praxis, die im schlimmsten Fall ärztliche Entscheidungen zu Totschlagsdelikten macht.
IT-Sicherheitslücke entdeckt – und verurteilt: Der Fall eines IT-Experten und die Grenzen des Hacker-Paragraphen
In einer digitalisierten Welt sind Cyberangriffe und Datenschutzverletzungen ständige Risiken. Doch was passiert, wenn ein IT-Sicherheitsexperte eine gravierende Sicherheitslücke entdeckt – und sich anschließend vor Gericht wiederfindet? Der Fall eines selbstständigen IT-Dienstleisters zeigt die problematische Anwendung des § 202a StGB („Hacker-Paragraph“) und wirft grundlegende Fragen über den Umgang mit ethischem Hacking und IT-Sicherheitsforschung auf.












