Chris Hackbarth (Hamburg)
Ich nehme aus meiner Zeit bei HT Defensio sehr viel mit. Persönliches aber auch fachliches. Ich konnte in die umfassende Arbeit eines Strafverteidigers eintauchen und lernte, wie sich die eigene Argumentation in strafrechtlichen Fragestellungen gewandelt hat im Vergleich zum ersten Staatsexamen. Ich fühle mich selbstbewusster, was meine Argumentationen angeht. Zum anderen kann ich jedem nur ans Herz legen den Schritt ins Kalte Wasser zu wagen. Sich mit Straftatbeständen auseinander setzen zu müssen, die man vorher noch nie gesehen hat, führt dazu, dass man sich auf seine wesentlichen Skills als Jurist verlässt und verlassen muss. Jede Norm ist in den Griff zu bekommen und jeder Sachverhalt, egal wie komplex er auch ist, ist mit unserem Handwerkszeug gut zu bearbeiten. Das gibt mir Hoffnung für die Examenssituation und gibt mir das Gefühl jede Hürde meistern zu können. Gerade das umfassende Feedback der Anwält*innen trägt dazu bei, dass man sich mit einer Akte nie allein fühlt. Fragen sind jederzeit gern gesehen und wenn es mal keine gibt und man sich schon sehr sicher ist, was die eigene Ausarbeitung angeht, bekommt man am Ende umfassendes Feedback und sieht seine eigene Arbeit nochmal mit anderen Augen. Das bietet hohes Verbesserungspotential bei ähnlich gelagerten Fällen. Zudem findet man durch die Routine seinen Schreibstil und Formulierungen, die man gerne benutzt. Das spart vermutlich auch im Examen sehr viel Zeit. Mein persönliches Highlight war der wöchentliche Kanzleitag. Die Möglichkeit bei Mandantengesprächen dabei zu sein ist unfassbar hilfreich und interessant. Zu lernen, worauf man im ersten Gespräch schon als Verteidiger achten kann und auch klar zu sagen, wenn man das Mandat nicht übernehmen kann. Zudem tut es gut mit den Referendaren zusammenzukommen und die eigenen Sorgen und Themen besprechen zu können. Es war immer ein sehr angenehmes miteinander. Ich habe die Zeit sehr genossen.
Referendar 2024-2025
