02.04.2026
WO? Staatsanwaltschaft Hagen
WER? Strafverteidiger Grabitz
DELIKT: Verbreitung kinderpornografischer Inhalte
ERGEBNIS: Einstellung
Unserem Mandanten wurde die Verbreitung kinderpornografischer Inhalte vorgeworfen. Er soll über Instagram Direct eine inkriminierte Videodatei versandt haben. Strafverteidiger Christoph Grabitz konnte in einem gut begründeten Antrag herausarbeiten, dass ein Versenden einer Datei an nur eine Person kein Verbreiten darstellt. Ein Zugänglichmachen lag ebenfalls nicht vor, da sich unser Mandant die Datei vermeintlich selber zugeschickt haben soll. Letztlich war auch der Besitz abzulehnen, da unser Mandant keinen Besitzwillen hatte. Auf seinen ausgewerteten Datenträgern konnten keine tragfähigen Anhaltspunkte für einen Versand des Videos an sich selbst gefunden werden. Daher konnte ihm auch keine Kenntnis von dem Video unterstellt werden. Hinsichtlich aller aufgefundenen Dateien war davon auszugehen, dass er von diesen, insbesondere in Anbetracht der Vielzahl von legalen Dateien auf seinen Geräten, keine Kenntnis hatte. Es erschien wahrscheinlicher, dass die Dateien ohne sein Zutun automatisch auf sein Mobiltelefon heruntergeladen wurden. Antragsgemäß stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren ein.
