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09. November 2022 | Defensio-Fälle

Vergewaltigungsprozess: Große Erleichterung nach Freispruch

Strafverteidiger: Oliver Moro  

Vorwurf: Vergewaltigung 

Ergebnis: Freispruch  

Wo: Schöffengericht Hamburg-Harburg   

 

Strafverteidiger Moro verteidigte einen nervösen Mandanten, der sich mit einer Anklage konfrontiert sah, in der ihm eine Vergewaltigung vorgeworfen wurde. Seine Ex-Freundin behauptete er habe gegen ihren erkennbaren Willen den Geschlechtsverkehr mit ihr durchgeführt.

Nach der fünf- bis sechsstündigen Vernehmung der Belastungszeugin in der Hauptverhandlung konnte herausgestellt werden, dass der von ihr behauptete Widerwille (sollte er überhaupt bestanden haben) jedenfalls für den Mandanten nicht erkennbar war.

Die Detailarmut der Zeugenaussage, insbesondere ihr Erinnerungsvakuum im Kern- aber auch im Rand-, wie auch die offengelegte Inkonstanz in ihren Angaben offenbarten aussagepsychologisch erhebliche Zweifel an der Glaubhaftigkeit der Zeugenaussage. 

Letztlich konnte die Verteidigung zusätzlich Hinweise auf ein Motiv der Eifersucht oder der verschmähten Liebe offenlegen. So legte Strafverteidiger Moro ein Instagram-Foto vor, welches den Mandanten mit seiner neuen Freundin zeigte. Die Zeugin bejahte dieses zu kennen und die Anzeige im Anschluss erstattet zu haben. Sie fand es nicht gut, „dass es ihm gut geht“.

Das Gericht sprach den glücklichen Mandanten antragsgemäß frei.